zu

Mach wieder zu, da kommt nichts mehr. Ja, es fließt, und wird wohl noch tröpfeln durch Spalten und Ritzen. Aber da ist kein Flussbett – es ist nicht der Welt zugedacht. Sie kann es nicht fassen, mach zu. Ja, es schlägt Wellen, soll es doch inwendig schwappen und höhlen, die Tiefe ist gut und die Höhe, einzigartige Wirbel halte es vielleicht halten die Mauern

Werbeanzeigen

wie’s kommt

Spitzentreffen am Scheitelpunkt der Schenkel
zagen und heddern
kein Gleiten
nimm, nimm!

Tropfschütteln

Kopfrütteln

kein Augenbruch

wer kommt
wer bekommt

Was jetzt

Und was machen wir jetzt? (Wir sind ich, es ist sonst niemand da.) Den Finger krümmen. Nicht einen. Den kleinen. Den ganzen Arm. Wir atmen. Wir atmen gekrümmt. Wir atmen klein. Die Löcher in der Luft, die wir hineingeguckt haben, legen sich auf eine zufällige Reihe loser Gegenstände. Da liegen sie. Wir gucken. Wir gucken klein. Wir gucken gekrümmt. Nichts rührt sich.

weg

Es kommt niemand zu: mir.

Ihr kommt mit euch, ihr bringt euch zu mir, ihr gebt euch bei mir ab.
Ich will euch nicht mehr zuhören, ich kann nicht mehr um euch trauern. Bis ich Luft geholt habe für meinen ersten Satz, habt ihr weitere drei eurer Geschichten erzählt, oder seid über alle Berge.
Ihr seid groß, kümmert euch um euch selbst. Ihr braucht mich nicht –

mich habt ihr verraten.

ein Kuss

Ein Kuss. Es fehlt ein Kuss, doch einer, der genau ist. Im Überschwang geschenkt. Der hält, der nicht fesselt. Ein fester, leicht zu lösen; ein ganzer, ganz sich selbst. Es fehlt ein Kuss, der Welt ist und rund, der öffnet und befreit. Einer, der erlaubt. Ein Kuss, der fragt und Antwort sucht und sich vergisst und Kuss bleibt. Ein ernster Kuss, der meint; der spielt; der darf; ein tiefer, weiter Kuss. Hier und jetzt ausschließlich; der gehen lässt. Es fehlt ein Kuss wie Brot und Nektar und Luft.